Heribert Friedl

20. april – 01. june 2008
kunstverein ingolstadt - ingolstadt


title: audi_re
technique: 4 scent rings on wall; soundinstallation
dimension: variable
heribert friedl 2008


Die Kunst riecht nach Ingolstadt

Ingolstadt (DK) Leere. Gähnende Leere geradezu. "Oft ist es so, dass in meinen Ausstellungen generell gar nichts oder wenig zu sehen ist", sagt Heribert Friedl zufrieden angesichts des Anblicks, der sich von der Tür der Theatergalerie aus bietet. Eigentlich sollte das nicht verwundern: Zeigt doch der 38-jährige Künstler aus Wien, vom hiesigen Kunstverein für dessen neue Präsentation angeheuert, explizit "non visual objects". Ein wenig staunt man aber doch, des interessanten Eindrucks der nicht sichtbaren Objekte wegen. Und gleich noch einmal, als Friedl sagt: "Ich sehe mich als klassischen Bildhauer. Das habe ich ja auch studiert."

Aber wie das so ist mit der modernen Kunst: Das Klassische muss neu erfunden werden, und Friedl tut es - mittels Geruch. Weil der olfaktorische, stärker als jeder andere Sinn des Menschen, in dessen Sinnen eigene "Körper" schafft. Bilder, Szenarien, Erinnerungen. Handfeste Skulpturen, nur eben virtuell. Und individuell. "Es geht um die eigene Visualisierung. Dieser Freiraum gefällt mir", sagt Friedl, der darum nicht verrät, wonach die an der Stirnwand der Galerie unsichtbar angebrachte Ingolstädter Arbeit denn nun wirklich riecht.
Denn für jede seiner Installationen schafft der Künstler einen anderen, ganz auf den Ausstellungsort bezogenen Geruch, mischt ihn aus ausgewählten Duft-"Pigmenten" und streicht ihn dann als beinah farblose Lasur in wieder individuell zum Ort gefundene Form. In Ingolstadt ist das - und darüber wundert man sich leider nicht besonders - die Form der Audi-Ringe, die Ringverschränkungen auf Nasenhöhe. Mit der Nase dem Kreis folgen, dazu immer wieder kräftig mit dem Finger reiben - das darf man, denn der Geruch ist resistent, und Friedl freut die Vorstellung, damit den "elitäre Rahmen von Kunst zu sprengen" ebenso wie die, dass durchs Anfassen das Werk erst fertig wird, "während gleichzeitig sein Abbau schon beginnt". Also: Es riecht nach . . . "Nein, Gummi wäre zu banal", sagt der Bildhauer und Musiker Friedl, der die olfaktorischen "non visual objects" gerne mit den akustischen seines gleichnamigen Labels unterlegt - vor Ort mit einer minimalistischen, sehr schönen Klangcollage aus den Motortönen seines eigenen Audis. Es riecht also . . . . irgendwie nach Ingolstadt in den 60er Jahren. Ein bisschen muffig. Ein bisschen teerig. Nicht sehr elegant. Keineswegs intellektuell. Friedl lacht: "Es funktioniert." Oder auch nicht? Ist das alles vielleicht doch nur leere Luft
Zum Geruch kam Friedl, erzählt er dann, 1998 übrigens wirklich über Objekte aus bewegter Luft. Wollte noch mehr, also weniger, forschte in den Chemielaboren, roch sich durch und seitdem fort. Und macht sich künstlerisch gerade auf den Weg in andere Gefilde - "Richtung Wissenschaftslabor", sagt er.
Eröffnung am heutigen Samstag, 18 Uhr, die Einführung hält Audi-Geruchsexperte Heiko Lüßmann-Geiger.

Von Karin Derstroff (Donaukurier)

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Heribert Friedl

fokus bibliothek - focus library
16. march – 09. november 2008
benediktinerstift admont - austria


title: library_vol.01
technique: 100 tubes, 100 scents
dimension: variable
heribert friedl 2008

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Heribert Friedl

heribert friedl - surfacesobjects
16. november – 05. january 2008
galerie im traklhaus - salzburg - austria


title: surfacesobjects
technique: scent on wall
dimension: variable
scent-cards
heribert friedl 2007

Heribert Friedl -
Zum Aspekt der Stille und des Vergewisserungssinnes

Heribert Friedl beschäftigt sich neben bildender Kunst seit 2005 unter dem Label "Nonvisualobjects" zusammen mit Raphael Moser mit dem Komponieren minimalistischer Musik. Zentrales Thema seiner Kunst ist das Riechen. In seinem Projekt "Transcomm" hat Friedl 2002 zusammen mit Peter Kollreider die Komponenten Duft-, Klang und Luftbewegungen im Sinne eines alle Sinne ansprechenden Gesamtkunstwerkes auch schon miteinander verwoben.

Als einziges Sinnesorgan leitet die Nase Impulse direkt zum Gehirn. Einer der Informationswege führt vom Riechhirn direkt zum Sitz der Emotionen, in einen Hirnteil namens Mandelkern. Er gehört zum Limbischen System, einem in der Evolution sehr alten Gehirnareal. Im Mandelkern erzeugen die eintreffenden Duftinformationen blitzschnell ein Gefühl. Von allen unseren Sinnen bestimmt der Geruchssinn am direktesten unser Handeln, evoziert am erstaunlichsten die für die Kunst so wesentlichen Erinnerungen. Kein Wunder also, dass schon zahlreiche Künstlerinnen und Künstler vor Friedl Kunstwerke geschaffen haben, die auf irgendeine Weise das Riechen zum Thema haben.

Der aktuellen Duftforschung sind etwa vierhunderttausend verschiedene Gerüche bekannt. Die meisten davon - nämlich 80 Prozent - werden als unangenehm empfunden, nur 20 Prozent als angenehm. Friedl beschränkt sich demgemäß nicht ausschließlich auf das dem sichtbaren Ästhetischen Analoge - das Duftende, das Angenehme. Im Rahmen des "steirischen herbst(es)" 2000 hat er im Außenbereich der Pfarrkirche St. Andrä in Graz einen mit auf die antisemitische Vergangenheit Österreichs Bezug nehmenden Raum eingerichtet, der nach verwesendem Fleisch roch. In Friedls Gesamtwerk stellen Stinken, Penetrantes uns Stark-Reiziges jedoch die Ausnahme dar.

Die mehr und mehr auf nahezu jede nur erdenkliche Weise unser Sinne strapazierende Zeit seit den 1970ern, in die Heribert Friedl hinein gewachsen ist und seine Kreativität als meist die Stille zum Ausgangspunkt seiner "reduzierten" Kompositionen nehmender Musiker dürften auch für das Verständnis seiner grundlegend andersartigen Kunst wichtige Faktoren sein. Über seine musikalischen Veröffentlichen meint Friedl: "Man ist heute völlig anders konditioniert, man erträgt die Stille nicht mehr. Es ist anfangs eine Anstrengung damit verbunden, sich in diese Musik einzuhören. Aber es ist eine absolute Befriedigung, wenn sich in so einem minimalen Bereich plötzlich eine Weite auftut."

Im Mittelpunkt von Heribert Friedls künstlerischen Arbeiten stehen radikal reduktive Werke. Sie bewegen sich an der Grenze der visuellen Wahrnehmbarkeit. Darauf weist ja der von Friedl geprägte Begriff "nonvisualobjects" ganz deutlich hin. Diesem Terminus implizit ist auch Friedls eigenes Verständnis seiner Duftarbeiten als "objects" - Objekte, Skulpturen, wenn man will - die sich feinstofflich und kurzlebig in der Luft ausbreiten.

Bevorzugt begegnet man Friedls Kunst vornehmlich in auf den ersten Blick leeren Räumen mit scheinbar teils völlig, teils nahezu leeren Wänden. Das irritiert zunächst. Friedl hat für die Ausstellung im Trakl-Haus Wandbereiche mit zurückhaltend monochromen, transparenten Lasuren bemalt. Diese enthalten farblose, darin gelöste Duftstoffe. Die ihn selbst an Motive von Franz Graf, andererseits an Ringe oder Ornamente erinnernden Kreisformen hat Friedl als Reaktionen auf die architektonischen Rahmenbedingungen dieser Ausstellung entwickelt, in der auch Schmuckstücke gezeigt werden. Durch das exakte Ziehen der Kreise sind Wandlöcher entstanden. Dem Lasurauftrag gingen Bleistiftumrisse voraus. Beides ist bewusst sichtbar geblieben. Das betont den skizzenhaft-technoiden Charakter dieser temporären Kunstwerke. Die verschiedenen Duftstoffe der jeweiligen Dufteinheiten entfalten sich für einen flüchtigen Augenblick erst durch Reiben - d. h. durch deren Verletzung und letztlich Zerstörung. Sie als ein "Memento mori" zu interpretieren, ist jedenfalls nicht grundlegend falsch.

Ganz im Gegensatz zu "konventionellen" Kunstwerken erschließen sich die künstlerischen Inhalte dieser primär bzw. auch für außervisuelle Wahrnehmbarkeit konzipierten Geruchs-Kunstwerke an den Wänden nur durch entschlossenes unmittelbares Agieren, durch Überwinden der anerzogenen distanzierten Haltung gegenüber dem musealen Kunstwerk, durch direktes darauf Zugehen, daran Reiben, daran Riechen an den zum Kunstwerk gewordenen Ausstellungs-Wänden. Das bedeutet Hemmschwellen zu überwinden. Das kann lustig sein, birgt Überraschungs- und Erlebnischarakter. Letzteres zu bewirken, ist jedoch keinesfalls die Absicht Heribert Friedls, sondern ein erfreuliches "Nebenprodukt" seiner Arbeitsweise.

Mit seinen Duftarbeiten spricht Friedl zwei unserer drei menschlichen Nahsinne an: Das Fühlen und das Riechen; der dritte Nahsinn ist der eng mit dem Riechen verwobene Geschmackssinn, der von Friedl höchstens assoziativ angesprochen wird. Sehen und Hören zählen zu den Fernsinnen. Während das Auge uns auf Distanz zur Welt hält, Haut und Hand zwar unmittelbaren Kontakt erlauben, allerdings ohne sich je mit dieser wirklich zu vermischen, dringen Gerüche buchstäblich in uns ein - - - wirkungsvoll.
Die deutsche Publizistin und Autorin Barbara Sichtermann (* 1943) vertritt bezüglich des animalischten und vitalsten unserer Sinne, des Riechens, eine bemerkenswerte Hypothese, die für das Verständnis von Friedls Arbeit von höchster Bedeutung ist, wenn sie meint: "Ich rieche, also ist es! Was einen Geruch ausströmt, darf Realität genannt und als solche behandelt werden - das ist im Zeitalter der Virtualität und allenthalben drohenden Verwechslung von Computergrafik oder Fernsehbild mit der Wirklichkeit kein nebensächliches Kriterium!"

Bisher riechen elektronische Medien nicht. Wir nehmen etwas, was weit weg ist, als etwas uns nicht Betreffendes wahr. Aufgrund dieser Unterschätzung des Nahsinns Riechen zeichnet Sichtermann auch kein rosiges Bild von der Informationsvermittlung rund um die digitale Technik, etwa dem Internet, dem angeblich boomenden E-Kommerz, virtuellen Konferenzen etc. Ihrer Theorie nach nehmen wir alles, was wir nicht riechen können, als Abbild oder auch als Illusion wahr. Hingegen melde uns der "Vergewisserungssinn" Riechen, ob etwas wirklich sei oder nicht. Demgemäß werde diese Unterscheidung im Zeitalter der Virtualität immer wichtiger. Vielleicht ist dann auch die Evolution gefragt und reaktiviert einige unserer bereits zu zwei Dritteln verloren gegangenen ehemals 1000 menschlichen Riechgene.
Paradoxerweise sind Friedls riechbare Werke eben nicht real, sondern nur Abbilder von Düften realer Objekte. Sie sind Fiktionen, die unseren Vergewisserungssinn gemein täuschen.

Vor dem Hintergrund dieser ganz wesentlichen, unsere Welt bestimmenden und verändernden Fragen verdeutlicht sich die Aktualität des bildenden Künstlers und Musikers Heribert Friedl.

Text: Michael Braunsteiner anlässlich der Ausstellung von Heribert Friedl im Traklhaus, Salzburg 2007

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Heribert Friedl

ich fühle was, was du nicht siehst. kunst zum begreifen!
01. april – 04. november 2007
stift admont - 8911 admont 1 - austria


title: untitled (made for admont)
technique: scent on wall
dimension: variable
scent-cards
heribert friedl 2007

(english text is coming soon)

Wie schon in vielen meiner realisierten installativen Arbeiten hat auch hier in Admont wieder ein sehr subtiler Eingriff in den Raum stattgefunden. Es sind vorhandene architektonische Gegebenheiten in die Arbeit eingeflossen. Das bestehende Baugerüst für die Restauratoren in der Bibliothek diente auch gleich für meine Arbeit als Gerüst, als Gerüst an dem die Trägerplatten montiert wurden.
Eine Überlegung war auch, sich möglichst reduziert in den Raum einzuflechten bzw. sich den baustellenartigen Bedingungen anzupassen. Möglichst wenig zusätzliche visuelle Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Wie in vielen meiner Installationen geht es mir in erster Linie nicht um die visuelle Vorgabe. Nicht das was man sieht, sondern das, was man riecht - den Duftstoff - den man „ausgeliefert“ ist. Unbewusst wird man von der nicht visuellen Vorgabe in eine Bilderwelt geführt (Erinnerungen kommen hoch, gelebte Situationen werden wieder aktuell). Man befindet sich an einem Ort (die visuelle Vorgabe ist in den meisten Fällen möglichst neutral gehalten und soll eigentlich auch auf nichts verweisen. In diesem Fall sind es die leeren, weissen Platten am Gerüst), der sich der visuellen dogmatischen Vorgabe entzieht, sich aber im selben Moment durch das Riechen bildlich ungemein auflädt. Das faszinierende für mich ist, wie man aus der völligen Reduktion heraus, sich wieder einen Makrokosmos aufbaut.
Dass der Duftstoff vom Riecher (Betrachter) definiert werden soll, ist eigentlich nicht wirklich massgebend
für das Verständnis der Arbeit selbst. Es findet in den meisten Fällen auch gar nicht statt. Der Duftstoff ist ja nur ein Teil vom Ganzen. Ein Indikator für den Weg, den dann jeder für sich beschreitet.
Ein Teil der Arbeit sind dann die Duftkarten, welche auf der goldenen Vorderseite mit dem Duftstoff bedruckt sind. Die goldene Farbe resultiert aus der Örtlichkeit, dort, wo die Installation aufgebaut ist – nämlich in der barocken Bibliothek des Stiftes. Die Karte soll dem Besucher zuhause wieder durch den Duftstoff an die Arbeit selbst, und durch die goldene Farbe (die barocke Umgebung, der visuelle Glanz, die ganze Pracht des Raumes) an den Raum erinnern. Es wird mit der Karte auch ein Stück Original mit nachhause genommen. Obwohl die Arbeit ja immer nur einen kurzen Augenblick existiert, bleibt sie doch in der Erinnerung erhalten.
Für die, die sich bestätigt fühlen wollen. Der Duftstoff ist „Weihrauch“ – dem Ort entsprechend.

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Heribert Friedl

exhibition: förderungspreis des landes steiermark
für zeitgenössische bildende kunst 2006
curator: julia fabenyi
16.12.2006 - 21.01.2007
tue - so 10-18 Uhr, thu 10-20 Uhr
neue galerie am landesmuseum joanneum
sackstraße 16, a-8010 graz - austria


title: on the spur of the moment
technique: 4 scentfields on wall, 4 soundtracks
dimension: variable
heribert friedl 2005/2006

the work “on the spur of the moment” is a combination of different scents and sounds. both sound and scents are non visual indicators for a visual result. by scratching on the scentfields you can sniff the different scents. it is not important to define the right scent. it is more important where the scent someone will bring. and the sound itself should boost this “journey”. the domatic of visual perception should be relaxed.
the first three compositions are dedicated to colleagues/friends. with bernhard günter i cultivate a musically friendship, with a result of two cd collaborations (“ataraxia” and “trans~”). the fourth track is dedicated to john cage, referring to his work 4´33´´.


untitled
from the series: these are not “five words in ... neon”
technique: painted letters on a wall
dimension: variable
heribert friedl 2004/2006

title: the aroma of the viewer
technique: black adhesive letters on a wall
heribert friedl 2001/2006

the room that presents the greatest challenge to the viewer’s sense of smell is one in which the ‘aroma of the viewer’ becomes the subject. Go into the room and ask yourself: „Is it myself I’m smelling or the others?“ With a good portion of irony, the artist has the viewers literally fil l the room and perceive themselves with all their senses. In doing so, he is questioning our `aseptic society´, in which hygienic values and concepts first neutralize, then perfume the body. Friedl associates this with a loss of identity and compares putting on a scent to putting on a mask. (Uta M. Reindl)

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Heribert Friedl

"mavi_verse" at bread&butter fair, berlin; 2005

sound/scent/fluorescent color/black light/water basin

Installation Project by Heribert Friedl for Mavi Artprojects

This modern art event, Mavi Artprojects, has been held regularly since 2003 and consists of the work of young artists. Their work is shown at the Mavi stand at the Bread and Butter fashion show in Berlin and in Mavi's Berlin store. What's most unique about this art project is that the artists have been invited to created "special pieces" for these spaces. Mavi's goal is to give them the freedom to create pieces that are outside of the norm.

Organized for the first time in January 2003 with the Düsseldorf artist Ulrike Kessl, his site-specific installation entitled Waldstück, Mavi Artprojects gained momentum with Dresden artist Christoph Rodde, whose work was entitled Atomized Jeans. Now the Mavi[verse] Blauer Nebel project, presented by Heribert Friedl, conveys an important turning point in regard to the abstract and immaterial visual assets on the agenda. In this installation, there is a visual portrayal of the ideals inherent in the color blue.

Austrian artist Heribert Friedl first began to make a name for himself in international exhibitions, using photography, installation, sculpture and design techniques. Particularly well known for the variety of scents and fragrances he uses in his installations, Friedl's presentation in Berlin can best be described as a site-specific installation. The Mavi[verse] Blauer Nebel project is being shown in Mavi's "Eastern Travelers" '05-'06 collection. The work's basic elements include a square pool of water, music specially composed by the artist, fragrance points, and a pair of jeans with blue fluorescent stitching, which are suspended over the pool.

This installation focuses on the visitors' auditory and olfactory senses, while also paying attention to their visual sense and their sense of touch. Friedl's work is remarkably impressive, even though he uses such simple elements. Producing his works with a Dionysian "creative enthusiasm" like that of Friedrich Nietzsche, the artist's "reductionist" approach is one that we rarely encounter in art today. The Mavi [verse] Blauer Nebel project attempts to turn visual images into a "new language." We live in a time when artists are encouraged to shout at the top of their lungs and make a scandal in order to be noticed, but Heribert Friedl's installation is a work that rises above these impositions, a "siege" that presents new horizons.

rext by Necmi Sönmez:

Dr. Necmi Sönmez is an independent curator and guest lecturer at the Kunsthochschule Kassel. He is working on a contemporary art exhibition, which will take place in the Forum d'Art Franco-Allemand, Château de Vaudrémont, France in May 2005.

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Heribert Friedl

(garden) [photo by tom lamm]

(garden)

(Fischkalter)

(Fischkalter)

(Karner)

 

"21. künstlerbegegnung" at Stift St. Lambrecht; 2004

scent installation (garden)
(flags, impregnated with mint + lavender scent)

sound installation (Fischkalter)
(watersound, several organ pipes)

sound installation (Karner)
(processed clock sound)

 

with Carla Degenhardt, Franzobel,
Georg Planer, Joanna Wozny

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Heribert Friedl

"audiovisuell" te huur 3, Vienna 2003

sound installation:
non visual objects_series_03
distance_01_03

Langackergasse - Novaragasse
vienna

with Raphael Moser, Michaela Schwentner,
Annja Krautgasser

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Heribert Friedl

"danke für die illusionen" grat, Vienna 2003

sound installation:
non visual objects_series_03
lake (mp3 excerpt 4.76 MB)

sound/styropor

with Raphael Moser, Margit Hartnagel, Lisa
Holzer, Stefanie Wilhelm, Michael Höpfner

grat

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Heribert Friedl | John Norman

"continue.continue" grat, Vienna 2002

with Raphael Moser and Margit Hartnagel

grat

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Heribert Friedl

"good vibrations" Galerie Jette Rudolph, Berlin 2002

with Phil Argent, Marcy Freedman, Josephine
Meckseper and Marcus Sendlinger

Galerie Jette Rudolph

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Heribert Friedl

"transcommunication" dietheater Künstlerhaus, Vienna 2002

computergenerated sound - live instruments -
ventilatorsound - vocalist - mint scent

in collaboration with Peter Kollreider

Heribert Friedl und Peter Kollreider wollen in ihrem Beitrag zum Projekt „Transcomm“ Verbindungsstrukturen zwischen unterschiedlichen Aspekten der Wahrnehmung schaffen, und den Besucher mit der Einbindung von Duft-, Klang- und Luftbewegungen konfrontierten.

Gearbeitet wird akustisch mit Musikern und Computer, optisch durch die Umgebung und dem Einsatz von Lichtstimmungen, der haptische Sinn wird durch die Bewegung von Luft angesprochen. Der Wahrnehmungskreis wird durch die Verwendung von Gerüchen geschlossen, wobei den eingesetzten Reizen im Laufe der Aufführung. unterschiedliche Gewichtung zukommt.

Die Kommunikation zwischen verschiedenen Aspekten der vorhandenen Reize dient als Grundlage der Herangehensweise. So werden einerseits innerhalb der einzelnen Medien selbst, als auch zwischen ihnen, Kommunikationsstrukturen etabliert. Das Geräusch mutiert zum Klang, der Duft zur Erinnerung, etc... Als tragende Schnittstelle zwischen den Disziplinen, der Musik und der bildenden Kunst, dient ein Ventilator, der sowohl als Windmaschine, als auch als Klangerzeuger verwendet wird. Die Umdrehungsgeschwindigkeit wird als Modulationsquelle beider Sinneswahrnehmungen (Luft, Ton/Geräusch) verwendet. Der Ventilator gliedert sich somit gleichzeitig in mehrere Wahrnehmungsmodi ein und versucht als Kommunikator zu fungieren.

Durch Grenzsituationen von Geräusch, Ton, Klang, Arrangement, Improvisation, sowie der erschwerten Lokalisierung der verwendeten Duftstoffe wird dem Publikum Platz für ihre Imaginationen geschaffen. Hinzu kommen vage optische Modulationen beziehungsweise der Raum selbst und haptisch nachvollziehbare Luftbewegungen, welche in Verbindung mit den restlichen Sinnesreizen ein Gesamthörfühlriechbild, einen Moment erschaffen lassen können.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der beiden Schaffenden, Heribert Friedl und Peter Kollreider, sollte ein Netz gesponnen werden, das sowohl ihnen selbst als auch den Besuchern ein intensives Erleben ermöglicht.

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Heribert Friedl

(the aroma of the viewer)

"Heribert Friedl" Kunstverein Arnsberg 2001

go to text: uta m. reindl

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Heribert Friedl

"einsiedler-vorübergehend; museum folkwang essen 2001

orchid-scent on the wall, untitled, 2001

go to text: rainer fuchs (mumok)

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Heribert Friedl

"nadeir = nicht da" steirischer herbst 2k

contruction made of wood (4 m x 2 m x 2,60 m)
smell of rotting meat, untitled, 2000

The horrible events of the period in question are all too often regarded as part of the past, as something that no longer concerns us - there are always fewer living witnesses and we have become involved with our own (often the same) problems. The revival of rightwing and rightwing extremist tendencies in politics, economics, society and culture is again on the rise.This is why it is all the more necessary and urgent to come to terms with the tragic history of one´s own country.

Along with the last remaining survivors, history loses its immediate authenticity, but the statement remains. As a descendant of this hostory, one can honour the dead by pointing out the tendencies that made such cruel deeds possible: racism, xenophobia, antisemitism, indifference....Jewish citizens who were deported, persecuted and killed in the most brutal and inhuman manner are the focus of this project.

The constant smell of rotting meat, which cannot be visually perseived, is synonymous for what has happended. For the horror and suffering which these people were forced to endure and for the unimaginable and inhuman behaviour of their persecutors, which in most cases led to death.

Interaction with the project, dealing with the odour, is intended as a form of consideration, a moment of reverse. Compared to what these people went throgh, dealing with this "meat odour room" is just a short challange, a momentary "persevering".


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Viel zu oft werden die schrecklichen Ereignisse dieser damaligen Zeit als Teil der Vergangenheit gesehen, als etwas, das nicht mehr belastet, weil immer weniger Zeitzeugen von damals leben und wir jetzt selbst doch auch unsere eigenen (oft schon wieder die selben) Probleme haben. Das weltweite Wiedererstehen rechter und rechtsextremer Tendenzen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur ist wieder im Vormarsch. Daher ist es notwendiger und aktueller denn je, sich gerade heute mit der eigenen, so tragischen Geschichte auseinanderzusetzen.

Die Geschichte verliert mit ihren letzten Überlebenden zwar ihre unmittelbare Authentizität, nicht aber ihre Aussage. Die größte Ehre kann man als Nachgeborener den Toten wohl dann erweisen, wenn man wider alle Tendenzen auftritt, die solche Greueltaten erst ermöglichten: Rassismus, Fremden-, Minderheitenfeindlichkeit, Antisemitismus, Gleichgültigkeit .....

Jüdische Mitbürger, die verschleppt, vertrieben und auf menschenunwürdigste Weise vernichtet wurden, gelten als Ausgangspunkt dieser Arbeit.

Ständig präsenter Geruch von verwesendem Fleisch, visuell aber nicht wahrnehmbar, gilt als Synonym für das Geschehende. Die Qualen und Leiden, welche diese Menschen ertragen und mußten, das unvorstellbare, menschenunwürdige Verhalten, das ihnen widerfahren ist und in den meisten Fällen zum Tode führte.

Die Auseinandersetzung mit der Arbeit selbst, dem Ausharren im Geruch soll ein Teil einer Andacht, eines Innehaltens sein. Dieses Ausharren in diesem „Fleischgeruch-Raum" ist im Gegensatz zu dem was die Menschen durchlebt haben, nur eine kurze Überwindung, ein „Durchhalten" von ein paar Minuten.